Marktgemeinde Frauental a. d. Lassnitz

Die Geschichte von Frauental



Im Laßnitztal, rund um jenen Teil der Ebene, wo Wildbach und Gamsbach in die Laßnitz münden, breitet sich das Gemeindegebiet des Marktes Frauental a.d.L. aus. Westlich schließt das Gemeindegebiet der Bezirkshauptstadt Deutschlandsberg an. Die Marktgemeinde Frauental a.d.L. wird zudem noch von weiteren 7 Gemeinden umgeben. Die ersten Belege dafür, daß sich Menschen im Gebiet um Deutschlandsberg aufgehalten haben stammen aus der Jungsteinzeit.

1100 werden Laßnitz und Frauental erstmals genannt. Im Tationarum Styrae, auch Rentenbuch genannt, welches die Einkünfte der Landesfürsten verzeichnete, tauchte 1267 auch zum ersten Mal der Name Frauendorf auf, später Frauenthal, aus dem das heutige Frauental entstand. Im Jahre 1312 wurde die Ulrichskirche (heute Gemeindegebiet von Deutschlandsberg) als Filialkirche der Pfarre Groß St. Florian errichtet.

In den Jahren 1560 und 1679 dezimierte der "Schwarze Tod" die Bevölkerung stark. 1714 errichten Freiherr Ferdinand Zehentner von Zehentgrub; Herren von Weißenhof, Frauental und Gleinstätten sowie Anton Haydtegg, Herr zu Weyer, Altenberg und Kranichsfeld, zusammen mit Anton Lander und Josef Baffin, beide Wechselherren zu Graz, die Messinghütte und das Schmelzwerk und den Namen "Frauental Mössing Handlung". Dies brachte Frauental neuen, starken Aufschwung, der bis zur heutigen Zeit fühlbar bleiben sollte. 1755 verkaufte Freiherr von Zehentner die "Frauentaler Mössing Fabrik" an den Staat. Es entstand somit die K.k.privilegierte Messingfabrik.

Im Jahr 1896 wurde in Frauental die erste Postdienststelle errichtet. Fast 100 Jahre war die k.k.Messingfabrik in den Händen des Staates. Bis zur Stilllegung im Jahre 1903 erlebte die Fabrik einen unglaublichen Aufschwung, mußte aber infolge Rohstoffmangels die Tore schließen. Jedoch entsteht 1920 mit der Gründung der ersten österreichischen Porzellanfabrik und der Inbetriebnahme des ersten Brennofens ein Werk, daß sich auch in der Zeit des wirtschaftlichen Niederganges behaupten konnte. 1980 wurde der Gemeinde Frauental durch das Land das Gemeindewappen verliehen und im Jahre 1985 zur Marktgemeinde erhoben.

Im Jahr 1972 wurde Frauental a.d.L. von einem hundertjährigen Hochwasser mit schweren Überschwemmungen heimgesucht. In den letzten 10 Jahren gewann Frauental immer an Bedeutung in der Region und ist nicht nur die ausgezeichnete Gastronomie ein Aushängeschild sondern schätzen die zahlreichen "Zuwanderer" an Frauental die Lebensqualität, die Infrastruktur und auch die Nähe zur Bezirkshauptstadt.

Im Herbst 1999 wurde die Chronik der Marktgemeinde Frauental im Rahmen eines Festaktes der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Werk beinhaltet die Geschichte und Entwicklung des Ortes nicht nur in wirtschaftlicher sondern auch in kultureller Hinsicht. Angefügt ist der Chronik ein sogenanntes "Häuserbuch", welches dem Leser ermöglicht, jedes bestehende und bestandene Objekt in der Gemeinde bis zum Ursprung mit allen Besitzverhältnissen (teilweise bis zum 12. Jahrhundert) zurückzuverfolgen.

Die Chronik ist im Marktgemeindeamt zum Preis von EUR 29,-- erhältlich.
Marktgemeinde Frauental a.d.L.

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